Jede zehnte Karlsruher Familie lebt unter der Armutsgrenze, weitere acht Prozent nur knapp darüber. Vor allem Alleinerziehende haben es schwer, finanziell über die Runden zu kommen. Diese Familien stehen damit unter einem enormen Stress - was sich auch af die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder auswirkt. Aber auch ältere Menschen mit kleiner Rente können sich oft Notwendiges nicht leisten. Für sie engagiert sich seit nunmehr 16 Jahren die BNN-Spendenaktion "Wir helfen", die unter der Schirmherrschaft von BNN-Verleger Hans W. Baur steht. Dank der Großzügigkeit der BNN-Leser mit großem Erfolg: Gut 1,6 Millionen Euro haben sie bislang gespendet und es so ermöglicht, fast 10 000 Familien und Einzelpersonen im Stadtgebiet Karlsruhe eine Freude zu machen.
Die Idee, die dahinter steckt, ist ganz einfach: Menschen, denen es finanziell besser geht, helfen Mitmenschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Dieses Zeichen der Solidarität sendet „Wir helfen“ alljährlich aus. Inzwischen geht die Aktion in die 17. Runde. Die Hoffnung der Bedürftigen ist groß, die Spendenbereitschaft der BNN-Leser traditionell ebenfalls. 127 406,26 Euro kamen über Weihnachten des vergangenen Jahres zusammen. Damit konnten die BNN in 897 echten Notfällen helfen.
„Wir helfen“ allein kann Menschen nicht aus einer prekären Notlage heraus bringen. Diesen Anspruch hat die Aktion nie gehabt. Sie will Bedürftigen zu Weihnachten eine Freude bereiten. Doch wer ist bedürftig und was macht Freude? Hier helfen die Sozialarbeiter der Stadt, der Caritas und der Diakonie weiter. Sie vermitteln die Hilfen an Menschen, die sie auch ihre täglichen Arbeit kennen - eben weil diese in vielerlei Nöten sind. Die Partner der BNN wissen, welche Hilfe am dringendsten ist. Dies kann ein Zuschuss zu einem Hörgerät oder zu einer Brille sein, wenn Menschen zu arm sind, ihren Eigenanteil zu bezahlen. Dies kann aber auch eine neue Waschmaschine oder ein neuer
Kühlschrank sein, wenn einer bedürftigen Familie mit mehreren Kindern dafür das Geld
|
|

fehlt. In den allermeisten Fällen vergibt „Wir helfen“ aber Lebensmittelgutscheine.
Es zeigt sich seit Jahren, dass Menschen, die meist unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind, oftmals an der Ernährung knapsen. Um Strom, Wasser und häufig alte Schulden bezahlen zu können, sparen sie sich das Geld sprichwörtlich vom Mund ab. Hier sollen Lebensmittelgutscheine, die nur in ausgesuchten Geschäften eingelöst werden können und nicht etwa für Tabakwaren oder Alkohol verwendet werden dürfen, helfen, dass Menschen beim Einkauf für das Festmahl nicht auf den Cent schauen müssen.
Rund 42 000 Euro, also mehr als ein Drittel der gesamten Spenden, wurden in Form von Lebensmittelgutscheinen an Bedürftige gegeben. Mit über 60 000 Euro wurde warme Kleidung finanziert - vor allem für Kinder, die nun einmal sehr schnell aus ihren Schuhen, Jacken und Hosen herauswachsen, ohne dass andere Hilfen diesem Umstand Rechnung tragen. Jeweils Summen von rund 10.000 Euro wurden für Möbel und Elektrogeräte aufgewandt.
Die BNN-Aktion hilft individuell und garantiert, dass jeder gespendete Cent bei den Bedürftigen ankommt. Es gibt keine Verwaltungskosten, und die beteiligten Banken, die Sparkasse und die Volksbank Karlsruhe, verzichten auf Gebühren
|